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Plasmagefäß

Obwohl das Plasma durch ein Magnetfeld eingeschlossen wird, muss es in einem Gefäß erzeugt werden. Es verhindert sowohl das Eindringen von Luft als auch das Austreten des Brennstoffs.


Schon geringe Mengen eindringender Luft würden ein brennendes Plasma sofort zum Erlöschen bringen. Das Gefäß muss vakuumdicht sein und auf einen Druck unter 10-8 Millibar – Ultrahochvakuum – ausgepumpt werden können.

Wegen der hohen Beanspruchung durch Druck und magnetische Kräfte, die durch lokal induzierte Ströme hervorgerufen werden können, kommt als Gefäßmaterial vor allem Edelstahl in Frage. Für Messgeräte, Heizungen, Pumpen und Steuerung benötigt das Gefäß zahlreiche Öffnungen und Stutzen.

Der IPP-Tokamak ASDEX Upgrade besitzt 115 Öffnungen, die vakuumdicht angeschweißt oder über Metalldichtungen mit dem Gefäß verbunden werden.

Montagearbeiten im Plasmagefäß. Am Boden sind die Prallplatten des Divertors zu sehen. Bild vergrößern
Montagearbeiten im Plasmagefäß. Am Boden sind die Prallplatten des Divertors zu sehen.
 
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