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Stellarator

Plasmabegrenzung – der Divertor

Während frühere Anlagen den Plasmaschlauch durch materielle Blenden in seiner Ausdehnung nach außen begrenzten, geschieht dies bei Wendelstein 7-X mit Hilfe eines Divertors berührungsfrei auf magnetische Weise.


Anders als beim Tokamak ist hierzu kein zusätzliches Magnetsystem nötig, das die Plasmarandschicht in der gewünschten Weise ablenkt. Der Plasmarand eines Stellarators spaltet sich nämlich ohnehin – der Symmetrie des Magnetfeldes folgend – in einzelne Ausläufer auf. In ihnen laufen Energie und Teilchen auf begrenzte Raumbereiche auf der Gefäßwand, ganz ähnlich dem Divertorplasma in einem Tokamak.

Werden diese Wandbereiche durch spezielle Prallplatten geschützt, dann können die auftreffenden Teilchen hier – zusammen mit den unerwünschten Verunreinigungen aus dem Plasma – neutralisiert und abgepumpt werden. Verunreinigungs- und Dichtekontrolle werden so wesentlich erleichtert.

Divertorplatten umgeben den Plasmaring von Wendelstein 7-X. Die wassergekühlten Wandelemente können extreme Wärmebelastungen von 10 Megawatt pro Quadratmeter abführen. Ihre dem Plasma zugewandte Oberfläche ist durch kohlefaserverstärkten Kohlenstoff geschützt. Bild vergrößern
Divertorplatten umgeben den Plasmaring von Wendelstein 7-X. Die wassergekühlten Wandelemente können extreme Wärmebelastungen von 10 Megawatt pro Quadratmeter abführen. Ihre dem Plasma zugewandte Oberfläche ist durch kohlefaserverstärkten Kohlenstoff geschützt. [weniger]

Das IPP-Experiment Wendelstein 7-AS (1988 - 2002) war der erste mit Divertor ausgerüstete Stellarator. Seit 1999 hatte die Anlage mit Divertor experimentiert.

 
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