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Sind in Fusionskraftwerken Unfälle wie in Tschernobyl oder Fukushima möglich?



Nein. Denn eine wichtige, naturgesetzlich gegebene Eigenschaft ist: Ein Fusionskraftwerk kann so konstruiert werden, dass es keine Energiequellen enthält, die – wenn sie außer Kontrolle geraten – eine Sicherheitshülle von innen zerstören könnten.

Auch kann ein Fusionskraftwerk nicht "durchgehen": In der Brennkammer befindet sich stets nur soviel Brennstoff, wie gerade verbrannt wird – etwa ein Gramm Deuterium und Tritium verteilt auf ein Volumen von rund tausend Kubikmetern. Der extrem dünne Brennstoff besitzt daher trotz der hohen Temperatur eine niedrige Leistungsdichte, vergleichbar der einer normalen Glühbirne. Der radioaktive Brennstoffbestandteil Tritium kann also sicher eingeschlossen werden.

Die radioaktiven Freisetzungen des Kraftwerks für die höchstexponierte Person entsprechen im Normalbetrieb etwa einem Prozent der natürlich vorhandenen radioaktiven Belastung. Auch nach einem schweren Unfall werden die Grenzwerte für die Einleitung von Evakuierungsmaßnahmen deutlich unterschritten.

 
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