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Prof. Dr. Klaus Pinkau

Ehemaliger Wissenschaftlicher Direktor des IPP


Prof. Dr. Klaus Pinkau
Prof. Dr. Klaus Pinkau

Prof. Dr. h.c. Klaus Pinkau, Ph.D., D.Sc., 1931 in Leipzig geboren, studierte von 1951 bis 1956 Mathematik in Tübingen und Physik in Hamburg und Bristol. 1956 erwarb er das Diplom in Physik an der Universität Hamburg, 1958 den Ph. D. der University of Bristol. Von 1958 bis 1965 forschte Klaus Pinkau insbesondere auf dem Gebiet der Hochenergiephysik und der kosmischen Strahlung – von 1958 bis 1960 als Research Assistant an der University of Bristol (Großbritannien), nach der Habilitation im Jahr 1960 als Privatdozent an der Christian-Albrechts-Universität Kiel (Deutschland) und von 1964 bis 1965 als Visiting Professor an der Louisiana State University (USA). 1965 lehnte er einen Ruf als Full Professor an die Louisiana State University ab, deren Consulting Professor er fortan war, um sich als Wissenschaftliches Mitglied der Max-Planck-Gesellschaft am Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik in Garching der Hochenergie-Astrophysik und der Gamma-Strahlen-Astronomie zu widmen. 1969 erhielt Klaus Pinkau den Ruf auf den Lehrstuhl für Astronomie an der Eberhard-Karls-Universität Tübingen, den er zugunsten der Übernahme der Funktion des Stellvertretenden Direktors des Max-Planck-Instituts für extraterrestrische Physik ablehnte. Im selben Jahr wurde Pinkau zum Professor an der Technischen Universität München ernannt. Von 1972 bis 1977 leitete Pinkau als Geschäftsführender Direktor das Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik, bevor er sich 1981 der Plasmaphysik und der Fusionsforschung zuwandte, der er als Wissenschaftlicher Direktor und Vorsitzender des Direktoriums des Max-Planck-Instituts für Plasmaphysik in Garching (1981 bis 1999), als Vorsitzender des JET-Council (1987 bis 1990) und als Vorsitzender des Consultative Committee for the Fusion Programme (1990 bis 1998) wichtige Impulse gab. 1985 wurde Klaus Pinkau die Ehrendoktorwürde der University of Bristol verliehen, 1998 die Ehrendoktorwürde der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald.
 
Von 1970 bis 1980 war Klaus Pinkau Mitglied der COS-Gruppe der ESA, Investigator des Cos-B-Experimentes der ESA, Mitglied des Science Programme Committee der ESA, Mitglied des Science Advisory Committee der ESA und später dessen Vorsitzender sowie Vorsitzender des Gutachterausschusses "Großprojekte der Grundlagenforschung" des BMFT, zwischen 1980 und 1990 Vorsitzender des Gründungsausschusses für eine Akademie der Wissenschaften zu Berlin, Mitglied des Consultative Committee for the Fusion Programme, Vorsitzender des Science Programme Review Team für den Rat der ESA und Vizepräsident der Akademie der Wissenschaften zu Berlin. Zwischen 1990 und 2002 leitete Pinkau als Co-Principal und anschließend als Principal Investigator die EGRET-Experimente der NASA (bis 1999); er war Mitglied des Senats der Max-Planck-Gesellschaft und (bis 1994) Vorsitzender ihres Wissenschaftlichen Rates, Vorsitzender des Consultative Committee for the Fusion Programme der Europäischen Union (bis 1999), Vorsitzender der Karl Heinz Beckurts-Stiftung (bis 1999), Kuratoriumsmitglied des Max-Planck-Institutes für Quantenoptik in Garching, Europabeauftragter der Max-Planck-Gesellschaft, Vorsitzender der Evaluierungskommission der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (2001) und Mitglied im Schrödinger-Preis-Komitee der Helmholtz-Gemeinschaft. Klaus Pinkau ist Mitglied der Deutschen Physikalischen Gesellschaft und der European Physical Society, Fellow of the American Physical Society und ordentliches Mitglied der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften. Von 2004 bis 2008 war er Wissenschaftlicher Direktor des Alfried Krupp Wissenschaftskollegs Greifswald, seit 2006 zugleich Mitglied des Vorstandes der Stiftung Alfried Krupp Kolleg Greifswald. Für seine wissenschaftlichen und forschungspolitischen Verdienste wurde Klaus Pinkau mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande, dem Bundesverdienstkreuz 1. Klasse, dem Bayerischen Verdienstorden, der Wilhelm-Exner-Medaille des Österreichischen Gewerbeverbandes und dem Bayerischen Maximiliansorden für Wissenschaft und Kunst ausgezeichnet.

 
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