PFMC-15 Posterpreis für Gerd Meisl

Gerd Meisl vom Bereich E2M erhielt auf der PFMC-15 (15th International Conference on Plasma-Facing Materials and Components for Fusion Applications), die vom 18. bis 22. Mai in Aix-en-Provence stattgefunden hat, den von der Zeitschrift Physica Scripta gesponsorten Posterpreis.

<p>Querschnitt von ITER. Die lokale N-Dichte auf der Wandoberfl&auml;che ist farbig kodiert. Dunkle Farbt&ouml;ne entsprechen einer hohen N-Dichte. Hohe N-Dichten treten an Oberfl&auml;chen auf, auf denen Be abgelagert wird.</p> Bild vergrößern

Querschnitt von ITER. Die lokale N-Dichte auf der Wandoberfläche ist farbig kodiert. Dunkle Farbtöne entsprechen einer hohen N-Dichte. Hohe N-Dichten treten an Oberflächen auf, auf denen Be abgelagert wird.

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Der Preis richtet sich an junge Wissenschaftler (Doktoranden und PostDocs) „in Anerkennung der Qualität ihrer bei der PFMC-15 präsentierten Arbeiten“.

Sein Posterbeitrag mit dem Titel „Simulating the nitrogen migration in Be/W tokamaks with WallDYN“ beschäftigte sich mit dem Verunreinigungstransport und der sich daraus ergebenden Stickstoffakkumulation in JET und ITER. Stickstoff wird gezielt in das Plasma eingeblasen um die Plasmarandschicht abzukühlen. Durch die chemische Wechselwirkung von Stickstoff mit den Oberflächenmaterialien Wolfram und Beryllium sind dabei die Plasma-Wand-Wechselwirkungsprozesse deutlich komplexer als in Entladungen, in die Edelgase eingeblasen werden.

Das nebenstehende Bild zeigt die lokale Verteilung der Stickstoff-Rückhaltung in einer simulierten erwarteten ITER-Entladung. Hohe Stickstoff-Rückhaltung (rot und braune Bereiche) tritt dort auf, wo viel Beryllium deponiert wird. Der dabei dominierende Prozess ist die Co-Deposition von Stickstoff mit Beryllium.

 
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