Neue Ausgabe des Wendelstein-Newsletters erschienen

Informationen rund um die Fusionsanlage Wendelstein 7-X

15. Januar 2018

Der Newsletter berichtet über aktuelle Entwicklungen rund um das Fusionsexperiment Wendelstein 7-X. In Ausgabe 15/2018 geht es um die ersten Erfahrungen mit dem neuen Testdivertor in der Experiment­kampagne 2017.

In breiten Streifen an der Wand des Plasmagefäßes folgen die Kohlenstoff-Kacheln des Divertors der verwundenen Kontur des Plasmarandes. So schützen sie speziell diejenigen Wandbereiche, auf die entweichende Teilchen aus dem Rand des Plasmaringes gezielt gelenkt werden. Zusammen mit unerwünschten Verunreinigungen werden die auftreffenden Teilchen hier neutralisiert und abgepumpt. Der Divertor ist damit ein wichtiges Werkzeug, Reinheit und Dichte des Plasmas zu regeln – und die Voraussetzung dafür, die Entladungsdauer von derzeit Sekunden auf Minuten zu erhöhen.

Anders als der später geplante wassergekühlte Divertor besitzt die Testversion jedoch noch keine aktive Kühlung. Mit dem Testdivertor will man erste Erfahrungen sammeln und den zuverlässigen Betrieb des endgültigen Bauteils vorbereiten. Eine erste Analyse in der Experimentkampagne 2017 zeigte, dass die beobachteten Divertor-Temperaturen mit den theoretischen Vorhersagen übereinstimmen. Zum Ende der Kampagne waren bis zu 30 Sekunden lange Entladungen routinemäßig möglich. Dabei konnten bis zu 75 Megajoule Heizenergie in das Plasma eingebracht werden – 18 Mal mehr als in der ersten Betriebskampagne ohne Divertor.

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