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Prof. Dr. Günther Hasinger

University of Hawaii, Institute for Astronomy

http://www.ifa.hawaii.edu

Externe Wissenschaftliche Mitglieder

Prof. Dr. Günther Hasinger

Ehemaliger Wissenschaftlicher Direktor des IPP


Günther Hasinger, geboren 1954 in Oberammergau, promovierte nach dem Physikstudium 1984 an der Universität in München und am Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik (MPE) in Garching. Als wissenschaftlicher Mitarbeiter des MPE beschäftigte er sich anschließend mit den Röntgensatelliten EXOSAT, GINGA und ROSAT. Als kurze Zeit nach dem ROSAT-Start die Lageregelung des Satelliten ausfiel, entwickelte er mit einem Industrie- und Wissenschaftler-Team ein neuartiges Regelsystem; die Bordcomputer wurden vom Boden aus entsprechend umprogrammiert. Damit gelang es, den teuren Satelliten zu retten und die Mission viele Jahre erfolgreich weiter zu führen. 1995 habilitierte sich Günther Hasinger an der LMU München und übernahm nach Forschungsaufenthalten in den USA 1994 einen Lehrstuhl an der Universität Potsdam. Zugleich wurde er als Direktor an das Astrophysikalische Institut Potsdam (AIP) berufen; ab 1998 war er dessen Vorstandssprecher.

2001 wurde er zum Wissenschaftlichen Mitglied und Direktor der Röntgen- und Gammagruppe an das MPE in Garching berufen. Mit ROSAT konnte er zeigen, dass die lange Zeit rätselhafte kosmische Röntgenhintergrundstrahlung von massereichen Schwarzen Löchern in den Zentren weit entfernter Galaxien ausgesandt wird. Wie maßgeblich seinen Forschungen zu verdanken ist, weiß man heute, dass diese Schwarzen Löcher Saatkeime der Galaxien und Motoren für ihre Entwicklung sind – Ergebnisse, für die Günther Hasinger 2005 mit dem Leibniz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft ausgezeichnet wurde. Federführend beteiligt war er seither an der Entwicklung künftiger Röntgen-Observatorien wie eROSITA, Simbol-X und XEUS/IXO. 2002 wurde er Mitglied der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften, 2003 Honorarprofessor an der TU München. 2008 wechselte Günther Hasinger von der Kosmologie und Röntgenastronomie zur Fusionsforschung und folgte einer Berufung zum Wissenschaftlichen Mitglied und Direktor an das IPP. Als Direktor des Instituts für Astronomie an der Universität Hawaii kehrte er 2011 zu seinem ursprünglichen Arbeitsgebiet zurück.



Ausgewählte Publikationen

1.
Hasinger G., Miyaji T., Schmidt M.
Luminosity-dependent evolution of soft X-ray selected AGN. New Chandra and XMM-Newton surveys
DOI
2.
Brandt W. N., Hasinger G.
Deep Extragalactic X-Ray Surveys
DOI
3.
Gilli R., Salvati M., Hasinger G.
Testing current synthesis models of the X-ray background
DOI
4.
Hasinger G., Altieri B., Arnaud M., Barcons X., Bergeron J., Brunner H., et al.
XMM-Newton observation of the Lockman Hole. I. The X-ray data.
DOI
5.
Hasinger G., Burg R., Giacconi R., Schmidt M., Trümper J., Zamorani G.
The ROSAT Deep Survey. I. X-ray sources in the Lockman Field
 
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