Wissenschaftliche Bereiche

Arbeitsgruppe
Astrophysikalische und Labor-Plasma-Studien (ALPS)



Leiter: Prof. Dr. Günther Hasinger, Dr. Mara Salvato

Die Arbeitsgruppe „Astrophysikalische und Labor-Plasma-Studien“, die zwischen dem IPP, der TU München und dem Exzellenzcluster „Origin and Structure of the Universe“ angesiedelt ist, will eine Brücke zwischen den astrophysikalischen Untersuchungen heißer Plasmen im Weltraum und den Labormessungen in Fusionsanlagen schlagen.

Die eine Hälfte der Gruppe beschäftigt sich mit astrophysikalischen Fragestellungen, insbesondere dem Studium von schwarzen Löchern und Galaxienhaufen, die in tiefen kosmologischen Durchmusterungen, zum Beispiel im „COSMOS-Survey“, dem „Chandra Deep Field South“ oder im „Lockman-Hole“ entdeckt wurden. Hier geht es einerseits um die Analyse der Röntgenbeobachtungen der Satelliten Chandra und XMM-Newton, andererseits um spektroskopische Folge-Beobachtungen, zum Beispiel mit dem Keck-Teleskop oder dem Large Binocular-Teleskop, in Zusammenarbeit mit dem MPE in Garching.

Der zweite Teil der Gruppe wird in Zusammenarbeit mit dem IPP-Team von ASDEX Upgrade die ursprünglich für die Röntgenastronomie entwickelten modernen Detektoren des MPI-Halbleiterlabors für diagnostische Untersuchungen im Fusionsplasma anwenden. Erste Messungen mit Silizium-Drift-Detektoren im Plasma und außerhalb des Plasmagefäßes, mit denen die Empfindlichkeit der Detektoren auf Neutronenbestrahlung getestet wurde, sind bereits gelungen. Ziel ist es, einen abbildenden Detektor für den harten Röntgenbereich zu entwickeln und zeitlich, räumlich und spektral aufgelöste Aufnahmen aus dem Fusionsplasma zu gewinnen.

Finanziert wird die Gruppe durch die MPG, die TU München sowie mit Mitteln des Leibniz-Preises der DFG. Die Gruppe besteht derzeit neben dem Leiter aus zwei Post-Docs und drei Doktoranden, die auch an der Internationalen Max-Planck Research School (IMPRS) für Astrophysik in Garching teilnehmen.