Projekte

PFMC – Plasma Facing Materials and Components



Der magnetische Einschluss von Hochtemperaturplasmen bedingt, dass der heiße Plasmakern weitgehend von den Materialien der ersten Wand getrennt ist. Dennoch können energiereiche Teilchen das eingeschlossene Plasma verlassen und in Wechselwirkung mit den umgebenden Materialien treten. Ebenso trifft elektromagnetische Strahlung aus dem Plasma auf die Wandmaterialien. In einem Fusionsplasma treten die erzeugten Neutronen durch die Materialien der Wand und erzeugen durch Atomumlagerungen und Umwandlungsreaktionen Eigenschaftsänderungen der Materialien. Aufgrund dieser Belastungen werden bereits jetzt in Fusionsanlagen moderne Hochleistungsmaterialien eingesetzt, die eine hohe Leistungsfähigkeit der laufenden Fusionsexperimente gewährleisten. Die Arbeiten im Rahmen des Projektes "Plasmabelastete Materialien und Komponenten" sollen 

  • dem weiteren Verständnis der komplexen Wechselwirkungsprozesse zwischen Plasma und Wandmaterial dienen,
  • zur Entwicklung von neuen Materialien mit weiter verbesserten Eigenschaften führen, und 
  • die Integration neuer Materialien in die plasmabelasteten Komponenten und damit in das Gesamtsystem "Fusionsreaktor" ermöglichen. 

Hierzu wurden die wissenschaftlich-technischen Ressourcen des IPP auf diesem Gebiet zu einem Projekt zusammengeführt und schwerpunktmäßig ausgebaut.