Technologietransfer

Lizenzangebote des IPP



Synchronisierter Messverstärker
Der Synchron-Meßverstärker zeichnet sich dadurch aus, dass nicht nur die Phase zur Referenzfrequenz eingestellt wird, sondern auch jedes beliebige Tastverhältnis unter Ausblendung der Schaltstörungen frei gewählt werden kann.

UHV-Vielfachdurchführung für Mantelthermoelemente
Ultrahochvakuumdichte Vielfachdurchführung für drahtförmige Bauteile - zum Beispiel Thermoelemente, Drähte, Röhrchen, Coax-Leiter - mit O- oder Indium-Ringen als Dichtmaterial. Das Besondere ist, dass sich im Prinzip beliebig viele Bauteile eine Dichtung teilen. Die Bauteile laufen dabei quer über die Dichtung. Speziell gestaltete Stützringe erleichtern die Montage und sind die Voraussetzung für die Dichtheit. Im Freiraum zwischen den Stützringen sitzt die Dichtung. Sie wird beim Anziehen der Flanschschrauben soweit verpresst, dass sie alle Zwischen- und Hohlräume zwischen den durchzuführenden Bauteilen UHV-dicht ausfüllt.

Systemsynchronisierung
Verfahren und Vorrichtung zum Synchronisieren und Steuern von technischen Steuerungssystemen: Dabei ist es notwendig, Ereignis-, Zeit- und Triggerdienste an vielen, unter Umständen weit voneinander entfernten Orten synchron und exakt zur Verfügung zu stellen. Realisiert wird dies von einem Trigger-Time-Event-System (TTE-System) mit hierarchischer Struktur, das aus einem zentralen und vielen lokalen TTE-Systemen besteht. Die Trigger-, Zeit- und Steuerungsinformationen werden über ein optisches Netzwerk mit Baumstruktur verteilt. Für Hardware-Trigger können dedizierte elektrische Leitungen konfiguriert werden. Die Uhrzeit und die Synchronisationsinformationen für die lokalen Uhren werden zyklisch über das optische Netz übertragen. Die lokalen Uhren besitzen Einrichtungen zum Ausgleich von Verzögerungen, die bei der Übertragung der Zeitinformationen auftreten.
Die wesentlichen Komponenten des TTE-Systems sind als komplexe Baugruppen in einem programmierbaren integrierten Schaltkreis realisiert. In einem Realisierungsbeispiel sind 4 Time Capture-Register, 8 Trigger-Baugruppen, 2 Pulsgeneratoren, 4 Delay Timer/Counter und 4 Logikbaugruppen implementiert. Ein weiterer Baugruppentyp ist eine nutzerprogrammierbare State Machine. Die Baugruppen arbeiten bis zu Frequenzen von 100 MHz, besitzen sehr kleine Verzögerungszeiten und erfällen deshalb auch harte Echtzeitanforderungen. Die Baugruppenfunktionen werden über Hardwaresignale gestartet und gestoppt; auch Ausgabesignale in Form von Hardwaresignalen werden generiert. Besonderheit ist, dass alle Baugruppenfunktionen über Softwarebefehle beeinflussbar sind, bzw. der Zustand der Baugruppe über Statusregister ausgelesen werden können. Der Aufbau von komplexen Signalverarbeitungsketten und eine schnelle Umprogrammierung der Verschaltung ist ohne großen Aufwand möglich.

Verfahren und Vorrichtung zur Dämpfung einer Torsionsschwingung in einem rotierenden Antriebsstrang
Der Rückkopplungskreis besteht aus einem Mess-System zur Erfassung von Torsionsschwingungen und einer Gleichstromdrossel, die über einen Stromrichter an das Drehstromnetz der elektrischen Maschine angeschlossen ist. Treten bei dynamischer Anregung der Maschine Torsionsschwingungen in der Generator- bzw. Antriebswelle auf, wird mit Hilfe von induktiven Drehmomentsensoren ein der Torsionsschwingung proportionales elektrisches Signal erzeugt. Nach einer Phasenkorrektur wird aus diesem oszillierenden Signal durch Überlagerung mit einem steuerbaren Gleichanteil ein Sollwert für die stromgeregelte Gleichstromdrossel gebildet. Mit diesem Sollwert lässt sich der Gleichstromkreis über den Stromrichter so ansteuern, dass er im Drehstromnetz der elektrischen Maschine eine Wirkleistungspendelung verursacht. Durch geeignete Auslegung des Rückkopplungskreises wird erreicht, dass dadurch elektromagnetisch - über die Wicklungen der Maschine - ein Dreh- bzw. Pendelmoment auf die Welle ausgeübt wird, das in Gegenphase zur Winkelgeschwindigkeit der Torsionsschwingung angreift. Da die Frequenz des Pendelmoments der kritischen Eigenfrequenz des Wellenverbands entspricht, kommt der aktive Dämpfungskreis mit minimaler elektrischer Leistung aus. Das bis zur Einsatzreife entwickelte Dämpfungsverfahren wird bei der Energieversorgung für das Experiment ASDEX Upgrade zur Dämpfung subsynchroner Resonanzen an großen Schwungradgeneratoren eingesetzt.

Vorrichtung und Verfahren zur Anregung einer Torsionsschwingung in einem rotierenden Antriebsstrang
Verfahren und Gerät, mit dem sich ein pulsierendes Drehmoment am Läufer einer elektrischen Maschine in einem rotierenden Antriebsstrang erzeugen lässt. Die Frequenz und Amplitude des pulsierenden Drehmoments ist elektronisch einstellbar. Die Drehmomentübertragung geschieht elektromagnetisch über die Ständerwicklung der elektrischen Maschine. Das Gerät wird einfach an das Drehstromsystem des Ständerkreises angeschlossen. Das Verfahren kann daher auch während des Betriebs eines Antriebsstrangs angewendet werden, zum Beispiel zur experimentellen Durchführung von Modalanalysen.
Da die Schwingungsanregung durch Umwandlung von Rotationsenergie erfolgt, kommt das Gerät ohne leistungsfähige Energieversorgung aus und ist daher in idealer Weise für Vor-Ort-Untersuchungen geeignet, zum Beispiel zur Untersuchung von Schwingungsproblemen an großen Anlagen oder für Abnahmeprüfungen. Beispielsweise wird das Verfahren an Schwungradgeneratoren des Max-Planck-Instituts für Plasmaphysik angewandt, um im Antriebsstrang definierte Torsionsmomente (bis 2 MNm) für Testzwecke zu erzeugen.

Abstandhalter mit extrem niedriger Wärmeleitung
Mechanische Halterung bzw. Abstandshalter mit extrem niedriger Wärmeleitung für Einrichtungen, die sich auf anderen Temperaturniveaus befinden als die jeweils tragende Struktur. Die auf einen derartigen Abstandshalter wirkenden äußeren Kräfte werden, unabhängig von deren Richtung, erfindungsgemäß nur über Seile oder Zugstäbe übertragen. Solche zugbelasteten Elemente können mit wesentlich kleinerem Querschnitt und damit höherem Wärmeleitungswiderstand ausgeführt werden als druckbelastete, die auch gegen Knickung stabil sein müssen. Erfindungsgemäße Abstandshalter können vorteilhaft überall dort angewandt werden, wo über eine mechanische Halterung zwischen Komponenten mit unterschiedlichen Temperaturen möglichst wenig Wärme fließen darf, beispielsweise im Bereich der Tieftemperaturtechnik.


Ihre Ansprechpartner:

IPP-Technologietransferbeauftragte
Eva Pisselhoy
Tel.: 089-3299-1293

Max-Planck-Innovation GmbH
Amalienstr. 33
80799 München
Tel.: 089-290919-0
Fax.: 089-290919-99
info@max-planck-innovation.de