Programm SIMNRA zur Analyse
der Zusammensetzung von Festkörperoberflächen mittels Ionenstrahlanalyse
Die oberflächennahe Zusammensetzung von Proben lässt
sich durch die Energieanalyse reflektierter Ionen mit Energien mit Bereich
von einigen Megaelektronenvolt bestimmen. Diese "Ionenstrahlanalyse"
kann neben der genauen Zusammensetzung von Festkörperoberflächen
auch die Tiefenverteilung einzelner Elemente bestimmen. Die Ionenstrahlanalyse
eignet sich insbesondere zur Vermessung von Schichtstrukturen, wie sie
häufig in der Halbleitertechnologie vorkommen.
Zur Auswertung gemessener Spektren wurde im IPP das Programm SIMNRA
entwickelt. Im IPP wird das Programm dazu benutzt, die Veränderungen
der Oberflächen von Experiment-Bauteilen zu untersuchen, die stark
vom Plasma belastet werden, zum Beispiel Divertorkacheln. Inzwischen
wohl das führende Programm für Analysen dieser Art, wurde
es seit seiner Entwicklung im Jahr 1997 ungefähr 80 mal in alle
Welt verkauft. Es findet hauptsächlich Anwendung für die Analyse
von Halbleitern und der entsprechenden Herstellungsprozesse, beispielsweise
zur Untersuchung amorpher Solarzellen oder epitaktisch abgeschiedener
Schichten sowie zur Bestimmung von Konzentration und Tiefenverteilung
von Dotierungsatomen.