Stellarator

Plasmabegrenzung



Das IPP-Experiment Wendelstein 7-AS war der erste mit Divertor ausgerüstete Stellarator. Während frühere Anlagen den Plasmaschlauch durch materielle Blenden in seiner Ausdehnung nach außen begrenzten, geschah dies bei Wendelstein 7-AS seit 1999 mit Hilfe eines Divertors berührungsfrei auf magnetische Weise.

Anders als beim Tokamak ist hierzu kein zusätzliches Magnetsystem nötig, das die Plasmarandschicht in der gewünschten Weise ablenkt. Der Plasmarand eines Stellarators spaltet sich nämlich ohnehin – der Symmetrie des Magnetfeldes folgend – in einzelne Ausläufer auf. In ihnen laufen Energie und Teilchen auf begrenzte Raumbereiche auf der Gefäßwand, ganz ähnlich dem Divertorplasma in einem Tokamak. Werden diese Wandbereiche durch spezielle Prallplatten geschützt, dann können die auftreffenden Teilchen hier – zusammen mit den unerwünschten Verunreinigungen aus dem Plasma – neutralisiert und abgepumpt werden. Verunreinigungs- und Dichtekontrolle werden so wesentlich erleichtert.

Auch der Nachfolger Wendelstein 7-X wird mit einem Divertor ausgerüstet sein.

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<br>Divertor-Platten umgeben  den Plasmaring von WENDELSTEIN 7-X


Divertor-Platten umgeben den Plasmaring von WENDELSTEIN 7-X