Anders als beim Tokamak ist hierzu kein zusätzliches
Magnetsystem nötig, das die Plasmarandschicht in der gewünschten
Weise ablenkt. Der Plasmarand eines Stellarators spaltet sich nämlich
ohnehin – der Symmetrie des Magnetfeldes folgend – in einzelne Ausläufer
auf. In ihnen laufen Energie und Teilchen auf begrenzte Raumbereiche auf
der Gefäßwand, ganz ähnlich dem Divertorplasma in einem
Tokamak. Werden diese Wandbereiche durch spezielle Prallplatten geschützt,
dann können die auftreffenden Teilchen hier – zusammen mit den unerwünschten
Verunreinigungen aus dem Plasma – neutralisiert und abgepumpt werden.
Verunreinigungs- und Dichtekontrolle werden so wesentlich erleichtert.
Auch der Nachfolger Wendelstein 7-X wird mit einem Divertor ausgerüstet sein.

Divertor-Platten umgeben den Plasmaring von WENDELSTEIN 7-X