ASDEX Upgrade

Projekt



Um unter kraftwerksähnlichen Bedingungen experimentieren zu können, sind in ASDEX Upgrade wesentliche Plasmaeigenschaften, vor allem die Dichte des Plasmas, der Druck und die Belastung der Wände, den Verhältnissen in einem späteren Kraftwerk angepasst. Damit erarbeitet ASDEX Upgrade wesentliche Kenntnisse für den Testreaktor ITER, der erstmals ein energielieferndes Plasma realisieren soll.

Für die Plasmaheizung stehen drei unterschiedliche Heizverfahren zur Verfügung: die Neutralteilcheninjektion mit einer Leistung von maximal 20 Megawatt, 6 Megawatt Hochfrequenzheizung, in der Frequenz abstimmbar zwischen 30 und 120 Megahertz und 4 Megawatt Mikrowellenheizung bei einer Frequenz der eingestrahlten Mikrowellen von 140 Gigahertz.

Blick in das Plasma
Blick in das 100 Millionen Grad heiße Plasma

Die schnellen Neutralteilchen werden von zwei Injektoren durch große Öffnungen in das Plasma eingeschossen. Die Hochfrequenzheizung wird über vier in das Plasmagefäß eingebaute Antennen eingekoppelt, von denen jede durch einen eigenen Generator versorgt wird. Die in vier Mikrowellensendern – so genannten Gyrotrons – erzeugten Mikrowellen werden über vier bewegliche Spiegel in das Plasmagefäß eingespeist.

Das Plasma wird mit etwa 40 Diagnostiken untersucht. Ein Teil der Messergebnisse steht nach weniger als zehn Millisekunden für die Feedback-Kontrolle des Plasmas zur Verfügung.


Technische Daten:

Gesamthöhe des Experimentes
7 Meter
Großer Plasmaradius 1,6 Meter
Kleine Plasmaradien 0.5 / 0.8 Meter
Magnetfeld 3,9 Tesla
Plasmastrom 2 Megaampere
Pulsdauer 10 Sekunden
Plasmaheizung 27 Megawatt
Plasmavolumen 14 Kubikmeter
Plasmamenge 3 Milligramm
Plasmazusammensetzung Wasserstoff, Deuterium
Plasmatemperatur 100 Millionen Grad

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Weitere Informationen: 



<br>Radiowellenheizung für ASDEX Upgrade


Radiowellenheizung für ASDEX Upgrade



<br>Wandbeschichtung


Wandbeschichtung