IPP-Projekte

ITER-Kooperation



Mit dem Projekt ITER (lat. "der Weg") arbeiten die großen Fusionsprogramme der Welt – Europa, Japan, der USA, der russischen Föderation sowie China, Süd-Korea und Indien – gemeinsam daran, einen ersten Experimentalreaktor zu planen. ITER soll zeigen, dass es physikalisch und technisch möglich ist, durch Kernverschmelzung Energie zu gewinnen. Er soll zum ersten Mal ein brennendes und für längere Zeit energielieferndes Plasma erzeugen. Es soll eine Fusionsleistung von 500 Megawatt liefern – zehnmal mehr, als zur Aufheizung des Plasmas verbraucht wurde. Außerdem sollen wesentliche technische Funktionen eines Fusionskraftwerks entwickelt und getestet werden. Hierzu gehören supraleitende Magnetspulen, die Tritium-Technologie, das Abführen der erzeugten Wärme-Energie sowie die Entwicklung fernbedient auswechselbarer Komponenten; ebenso bearbeitet werden Sicherheits- und Umweltfragen.

Mit dem Forschungsprogramm seiner Fusionsanlage ASDEX Upgrade trägt das IPP zur ITER-Vorbereitung bei. Außerdem stehen die IPP-Wissenschaftler in allen physikorientierten Fragen in engem Kontakt mit der ITER-Gruppe und bearbeiten in zahlreichen Vertragsstudien spezielle Probleme für ITER. Von 1988 bis zum Umzug der Wissenschaftler an den ITER-Standort Cadarache war das IPP in Garching Gastgeber der Europäischen ITER-Gruppe.




Schematische Darstellung des Experimentalreaktors (Grafik: ITER)