ITER-Kooperation

Stand der Forschung



Die Planungsarbeiten für ITER wurden Mitte 2001 beendet. Für den Standort der Anlage einigte man sich im Juni 2005 auf das südfranzösische Cadarache. Eine die Gründung der internationalen ITER-Organisation abschließende Vereinbarung wurde im März 2006 von Vertretern der sieben ITER-Partner paraphiert. Am 21. November 2006 wurde der ITER-Vertrag in Paris unterzeichnet. Nach Ratifizierung des Vertrages durch die Regierungen der Partner trat er am 24. November 2007 endgültig in Kraft.

Ungefähr zehn Jahre nach Baubeginn könnte ITER das erste Plasma erzeugen, so dass mit einem Betriebsbeginn im nächsten Jahrzehnt – nach jetzigem Plan 2020 – gerechnet werden kann. Dann werden bis zu 1000 Wissenschaftler, Ingenieure und Techniker rund zwanzig Jahre an der Anlage arbeiten. Europa wird rund 45 Prozent der Baukosten übernehmen, den Rest tragen die übrigen sechs Partner zu gleichen Teilen.


Technische Daten:
Gesamtradius 10,7 Meter
Höhe (über alles) 30 Meter
Plasmaradius 6,2 Meter
Plasmavolumen 837 Kubikmeter
Plasmamenge 0,5 Gramm
Plasmazusammensetzung Wasserstoff, Deuterium, ab 2027 Tritium
Magnetfeld 5,3 Tesla
Maximaler Plasmastrom 15 Megaampere
Heizleistung und Stromtrieb 73 Megawatt
Fusionsleistung 500 Megawatt
Energieverstärkung 10
Mittlere Plasmatemperatur 100 Millionen Grad
Brenndauer > 400 Sekunden

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Weitere Infos:



Prototyp eines Plasmagefäß-Bauteils in Originalgröße gemäß dem ITER-Entwurf von 1998 - gebaut in Japan. (Foto: ITER)

Prototyp eines Plasmagefäß-Bauteils in Originalgröße gemäß dem ITER-Entwurf von 1998 - gebaut in Japan. (Foto: ITER)



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