Projektleitung

Prof. Dr. Thomas Klinger

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Standort Greifswald

 

Wendelstein 7-X

Die Experimentieranlage Wendelstein 7-X wird gegenwärtig im IPP-Teilinstitut Greifswald aufgebaut. Sie soll die Kraftwerkstauglichkeit von Fusionsanlagen des Typs "Stellarator" demonstrieren.


Die Montage von Wendelstein 7-X soll 2014 zu Ende gehen. Nach der schrittweisen Prüfung aller technischen Systeme ist das erste Plasma 2015 geplant.

Wendelstein 7-X wird nach der Fertigstellung die weltweit größte Fusionsanlage vom Typ Stellarator sein. Ihre Aufgabe ist es, die Kraftwerkseignung dieses Bautyps zu untersuchen. Dazu wird sie ein optimiertes Magnetfeld für den Einschluss des Plasmas testen. Es wird von einem System aus 50 speziell geformten, supraleitenden Magnetspulen erzeugt – das technische Kernstück der Anlage.

Dieser Aufbau aus Einzelspulen erlaubt es, das Magnetfeld im Detail zu formen. Mit großem Theorie- und Rechenaufwand wurde es für Wendelstein 7-X so optimiert, dass die Nachteile früherer klassischer Stellaratoren überwunden werden. Der Vorgänger Wendelstein 7-AS (1988 - 2002), die erste Anlage dieser neuen Generation der „Advanced Stellarators“, unterwarf Elemente des Konzepts einem ersten experimentellen Test.

Der weiterentwickelte Nachfolger Wendelstein 7-X soll nun die Kraftwerkstaug- lichkeit der neuen Stellaratoren untersuchen. Es wird erwartet, dass Plasmagleichgewicht und -einschluss von vergleichbarer Qualität sein werden wie bei einem Tokamak gleicher Größe. Dabei werden jedoch die Nachteile des im Tokamak-Plasma fließenden Stromes vermieden: Mit bis zu 30 Minuten langen Plasmaentladungen soll Wendelstein 7-X die wesentliche Stellaratoreigenschaft zeigen, den Dauerbetrieb.


<p>November 2011: Noch l&auml;sst sich in das Innere von Wendelstein 7-X hineinsehen. Von innen nach au&szlig;en sieht man das Plasmagef&auml;&szlig;, eine der verwundenen Stellaratorspulen, eine ebene Spule, die St&uuml;tzstruktur und das Au&szlig;engef&auml;&szlig; zusammen mit zahlreichen K&uuml;hlleitungen und Stromzuf&uuml;hrungen.</p> Bild vergrößern

November 2011: Noch lässt sich in das Innere von Wendelstein 7-X hineinsehen. Von innen nach außen sieht man das Plasmagefäß, eine der verwundenen Stellaratorspulen, eine ebene Spule, die Stützstruktur und das Außengefäß zusammen mit zahlreichen Kühlleitungen und Stromzuführungen.

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