Die europäische Fusionsforschung ist als Forschungsverbund organisiert, in dem die Fusionszentren der Europäischen Union und der Schweiz zusammengefasst sind. Er wird von Euratom in Brüssel (Generaldirektion Forschung der EU) koordiniert und teilweise finanziert.
Neben den Experimenten in den nationalen Fusionslaboratorien, die sich arbeitsteilig mit Spezialthemen beschäftigen, betreibt Europa seit 1983 zusätzlich ein gemeinsames Großexperiment, den "Joint European Torus" (JET) im englischen Culham. Dieses weltweit größte Fusionsexperiment hat die Aufgabe, ein Plasma in der Nähe der Zündung zu untersuchen. Europa ist ebenso ein Partner der internationalen ITER-Kooperation: Der Fusionstestreaktor ITER (latein.: "der Weg") entsteht demnächst in Cadarache, Frankreich.
Kernpunkte des Europäischen Fusionsprogrammes sind:
die koordinierte Forschung in den nationalen Laboratorien (den so genannten Assoziationen) des Europäischen Fusionsprogramms
das Europäische Gemeinschaftsexperiment JET, das seit Januar 2000 im Rahmen des "European Fusion Development Agreement" (EFDA) betrieben wird
der Experimentalreaktor ITER in Zusammenarbeit von Europa, Japan, Russland, den USA, Indien, China und Südkorea
anschließend ein Demonstrationskraftwerk, das alle Funktionen eines energieerzeugenden Systems erfüllt.
Server von Fusionslaboratorien in Europa: (externe Links) Europa
JET (Joint European Torus), Culham, Großbritannien