IPP-Wissenschaftlerin zum Mitglied der Academia Europaea ernannt

Professor Dr. Ursel Fantz in europäische wissenschaftliche Gesellschaft gewählt

4. Oktober 2018

Die Academia Europaea hat Professor Dr. Ursel Fantz, die Leiterin des Bereiches „ITER-Technologie und -Diagnostik“ im Max-Planck-Institut für Plasmaphysik (IPP) in Garching zum Mitglied ernannt.


Prof. Dr. Ursel Fantz

Die Academia Europaea hat Professor Dr. Ursel Fantz, die Leiterin des Bereiches „ITER-Technologie und -Diagnostik“ im Max-Planck-Institut für Plasmaphysik in Garching, in Anerkennung ihrer herausragenden Forschungsleistungen zum Mitglied in der Sektion „Physik und Ingenieurwissenschaften“ ernannt.

Die in London ansässige Academia Europaea wurde 1988 gegründet. Ihre zurzeit rund viertausend Mitglieder aus ganz Europa bearbeiten das gesamte Spektrum akademischer Disziplinen von den Geistes- über die Sozial- zu den Natur- und Ingenieurwissenschaften. Ziel der Akademie ist es, die europäische Forschung zu fördern, Regierungen und internationale Organisationen in Wissenschaftsfragen zu beraten sowie interdisziplinäre und internationale Forschung zu fördern. Die Akademie setzt sich zudem dafür ein, das Verständnis der Öffentlichkeit für die Bedeutung von Wissen und Ausbildung zu verbessern. Potentielle Mitglieder werden von einer Gutachterkommission vorgeschlagen; ihre Wahl wird durch den Rat der Akademie bestätigt.  

Ursel Fantz promovierte nach dem Physik-Studium an der Fakultät für Elektrotechnik der Universität Stuttgart. 1995 wechselte sie an die Universität Augsburg und habilitierte sich 2002 im Fach Experimentalphysik. Zwei Jahre später wechselte Ursel Fantz in das IPP und übernahm zugleich 2008 mit der Ernennung zum Professor an der Universität Augsburg die Leitung der Arbeitsgruppe Experimentelle Plasmaphysik. Seit 2010 ist sie kommissarische Leiterin des IPP-Bereiches „ITER-Technologie und -Diagnostik“. Im IPP werden die physikalischen Grundlagen für ein Fusionskraftwerk erforscht, das – ähnlich wie die Sonne – Energie aus der Verschmelzung leichter Atomkerne gewinnen soll.

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