"Sommer-Universität für Plasmaphysik" im IPP in Greifswald

Weiterbildung in den Semesterferien / Studenten aus ganz Europa

19. September 2007

Eine Sommer-Universität für Physikstudenten aus ganz Europa veranstaltet das Teilinstitut Greifswald des Max-Planck-Instituts für Plasmaphysik (IPP) vom 24. bis 28. September 2007.

Eine Semesterferien-Woche lang haben die rund 80 Teilnehmer Gelegenheit, sich ausführlich über Plasmaphysik und Kernfusionsforschung zu informieren: Ziel der Arbeiten im IPP ist die Entwicklung eines Kraftwerks, das – ähnlich wie die Sonne – Energie aus der Verschmelzung von Atomkernen gewinnt. Zum Zünden des Fusionsfeuers muss der Brennstoff, ein Wasserstoff-Plasma, in Magnetfeldern eingeschlossen und auf Temperaturen über 100 Millionen Grad aufgeheizt werden.

Die Studenten, die aus allen Ländern Europas kommen, hören in englischer Sprache Vorlesungen über die Grundlagen der Plasmaphysik, den Aufbau von Fusionsanlagen sowie über die Methoden, ein Fusionsplasma zu heizen, zu analysieren und rechnerisch zu beschreiben. Berichtet wird über aktuelle Ergebnisse der Fusionsforschung ebenso wie über die zu erwartenden Umwelt- und Sicherheitseigenschaften eines späteren Kraftwerks. Neben diesen Hochtemperatur-Plasmen der Fusionsforscher behandelt die Sommer-Universität ebenso auch technologische Niedertemperatur-Plasmen.

Mit der Sommer-Universität 2007 setzt das IPP eine bewährte Tradition im mittlerweile einundzwanzigsten Jahr fort. Die Sommerschulen in Garching und Greifswald sind für das IPP eine Möglichkeit, begabte Studentinnen und Studenten an die Fusionsforschung heranzuführen. Nicht wenige der jetzigen Diplomanden und Doktoranden im IPP waren Teilnehmer früherer Sommer-Universitäten.

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