Greifswalder "Osthoff-Plasmaphysik-Preis" erstmals vergeben

Preis für herausragende Leistungen auf dem Gebiet der Plasmaphysik und Fusionsforschung

23. November 1999

Am 26. November 1999 wird erstmalig der Greifswalder "Osthoff-Plasmaphysik-Preis" verliehen. Die mit 3000 Mark dotierte Auszeichnung geht an Dr. Holger Kersten, Physiker an der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald, für seine Arbeiten zur Niedertemperatur-Plasmaphysik.

Holger Kersten, geboren 1961, hat in Greifswald studiert und dort 1990 über ein Thema aus der Plasmaphysik promoviert. Der Wechselwirkung zwischen Oberflächen und Niedertemperatur-Plasmen gilt sein besonderes Interesse. Dies zeigen seine Beiträge zum Plasmaätzen von Silizium, zur Plasmareinigung von Oberflächen, zur plasmagestützten Schichtabscheidung oder - in jüngster Zeit - die Untersuchung "staubiger Plasmen": Ziel ist es hier, die Oberfläche kleiner, im Plasma schwebender Pulverkörnchen durch die Plasmaeinwirkung gezielt zu verändern und zu beschichten. Diese Arbeiten haben große physikalische und technische Bedeutung. Ein Beispiel sind die Spezialpulver, die für Toner-Patronen in Druckern benutzt werden.

Mit dem "Osthoff-Plasmaphysikpreis" werden herausragende Arbeiten auf dem Gebiet der Plasmaphysik und Fusionsforschung ausgezeichnet. Der Preis geht zurück auf eine großzügige Geldspende eines ehemaligen "Greifswalders", Professor Dr. Hans Werner Osthoff, anläßlich der Gründung des IPP-Teilinstituts Greifswald 1994. Mit dem von ihm gestifteten Preis können Nachwuchswissenschaftler der Ernst-Moritz-Arndt-Universität, des Greifswalder Teilinstituts des Max-Planck-Instituts für Plasmaphysik (IPP) oder des Instituts für Niedertemperaturplasmaphysik (INP) gefördert werden, deren Zusammenarbeit Prof. Osthoff auf diese Weise unterstützen wollte.

Zur Redakteursansicht