Zwei IPP-Physiker ausgezeichnet

Europäisch-amerikanischer Landau-Spitzer-Preis für herausragende Beiträge zur Plasmaphysik

16. Juni 2014



Eines der preisgekrönten Messverfahren: Durch Lichtsignale in einem speziellen Szintillator-Messgerät (FILD: fast ion-loss detector) lassen sich energiereiche Plasmateilchen nachweisen, die im Takt einer Magnetfeldstörung – einer toroidalen Alfvén-Eigenmode – aus dem Plasma nach außen transportiert werden und verloren gehen.

Der Landau-Spitzer-Preis für Plasmaphysik 2014 wurde zwei Wissenschaftlern des IPP in Garching – Dr. Manuel Garcia-Munoz, zurzeit an die Universität Sevilla abgeordnet, und Dr. Benedikt Geiger – zusammen mit den beiden amerikanischen Plasmaphysikern Dr. David Pace und Dr. Michael Van Zeeland verliehen. Ausgezeichnet wurden sie für ihre Untersuchungen zum Einschluss schneller Teilchen in Tokamaks, deren vertieftes Verständnis sie gemeinsam erarbeitet haben. Ihre Zusammenarbeit an den beiden Tokamak-Anlagen ASDEX Upgrade in Garching und DIII-D in San Diego, USA, führte zur Entwicklung neuer Methoden, die Bewegung energiereicher Plasmateilchen unter verschiedenen Betriebsbedingungen zu beobachten.

Der mit 4000 US-Dollar dotierte Preis wird von der Amerikanischen und der Europäischen Physikalischen Gesellschaft gemeinsam verliehen. Er geht alle zwei Jahre an bis zu vier Wissenschaftler, die zusammen herausragende theoretische, experimentelle oder technologische Beiträge zur Plasmaphysik geliefert und damit zur europäisch-amerikanischen Kooperation beigetragen haben.

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