Azubi-Preis für Industriemechaniker-Nachwuchs

Philipp Buchheister, Matthias Fahr und Christian Heuer erhalten den Azubi-Preis 2014 der Max-Planck-Gesellschaft

17. Juli 2014



Die Preisträger Philipp Buchheister, Matthias Fahr, Christian Heuer (v. l.) und ihr Ausbilder Siegfried Hartig mit den Urkunden zum Azubi-Preis der Max-Planck-Gesellschaft.

Drei frisch gebackene Industriemechaniker mit Schwerpunkt Feingerätebau aus dem Max-Planck-Institut für Plasmaphysik (IPP) in Greifswald erhalten den mit 750 Euro dotierten Azubi-Preis der MPG für herausragende Leistungen während der Ausbildung. Sie entwickelten, konstruierten und bauten einen Diagnostik-Verfahrtisch für die VINETA-Arbeitsgruppe. Mit diesem 3D-Verfahrtisch können die Physiker an der VINETA-Anlage Sonden in das Vakuumgefäß fahren und von außen punktgenau in den drei Raumdimensionen ausrichten.

VINETA (Versatile instrument for studies on nonlinearity, electromagnetism, turbulence and applications) ist eine lineare Plasmaanlage für Grundlagenexperimente zur Wellenausbreitung und Plasma-Turbulenz. Eines der Hauptforschungsgebiete ist die „magnetische Rekonnektion“, d.h. die Neuanordnung von magnetischen Feldstrukturen, wie sie auch auf der Sonnenoberfläche zu beobachten ist. Die besondere Herausforderung für die Auszubildenden bestand auch darin, den 3D-Verfahrtisch vakuumtauglich, temperaturbeständig und antimagnetisch zu bauen.

Im Labor: Die Preisträger Matthias Fahr und Philipp Buchheister zusammen mit Plasmaphysiker Dr. Kian Rahbarnia (von links nach rechts) beim Einbau des Diagnostik-Verfahrtischs in die Vakuumröhre der VINETA.

Matthias Fahr übernahm mit einem Zeichenprogramm die Konstruktion und zusammen mit Philipp Buchheister die Planung, Beschaffung und Arbeitsvorbereitung. Gemeinsam mit Christian Heuer bauten sie fast ein Jahr am Projekt. Besonders die vielen kleinen Anpassungen und Änderungswünsche in der Bauphase forderten sie so manches Mal heraus, berichten sie.

Der Azubi-Preis wird von der Max-Planck-Gesellschaft jährlich in ihren 82 Instituten ausgelobt und geht in diesem Jahr an 18 Auszubildende. Prof. Dr. Sibylle Günter, die Wissenschaftliche Direktorin des IPP, und Prof. Dr. Thomas Klinger gratulierten den drei IPP-Preisträgern im Beisein ihres Ausbilders Siegfried Hartig und überreichten die Urkunden der Max-Planck-Gesellschaft.

Das Preisgeld von 750 Euro werden die drei Auszubildenden sich teilen. Eine kleine Starthilfe für die Zukunft, denn sie werden ihre Ausbildung aufgrund ihrer überdurchschnittlichen Leistungen vorzeitig im Sommer 2014 beenden.

Iris Wessolowski

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