Staatsminister Hubert Aiwanger besuchte IPP Garching

Informationsaustausch zur Fusionsforschung / Besichtigung der Forschungsanlage ASDEX Upgrade

26. Oktober 2020

Besuch bei der Fusionsanlage ASDEX Upgrade: Staatssekretär Roland Weigert und der Bayerische Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (1. und 3. von links) im Gespräch mit Prof. Sibylle Günter, der Wissenschaftlichen Direktorin des IPP und Prof. Hartmut Zohm, Leiter des IPP-Bereichs Tokamak-Szenario-Entwicklung (2. und 4. von links).

Der Bayerische Staatsminister für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie, Hubert Aiwanger, besuchte heute gemeinsam mit Staatssekretär Roland Weigert das Max-Planck-Institut für Plasmaphysik in Garching. Hier informierte er sich über den Stand der Fusionsforschung und die Arbeiten an der IPP-Forschungsanlage ASDEX Upgrade: „Unsere Energieversorgung befindet sich mitten im größten Transformationsprozess der letzten Jahrzehnte“, sagte Wirtschaftsminister Aiwanger: „Bayern steht zur Fusionsforschung, um auch bei diesem Thema wissenschaftlich am Ball zu bleiben. Die praktischen Erkenntnisse aus dem Großprojekt ASDEX Upgrade sind sehr wichtig für uns. Mit dem Max-Planck-Institut für Plasmaphysik hier in Garching ist Bayern deshalb hervorragend aufgestellt. Ich bedanke mich bei Frau Prof. Dr. Günter und bei Herrn Prof. Dr. Zohm und allen Mitarbeitern für die hervorragende Arbeit. So bleiben wir bei Energiefragen mit unserem Wissen an der Weltspitze.“

Ein Fusionskraftwerk soll, ähnlich wie die Sonne, aus der Verschmelzung von Atomkernen Energie gewinnen. Brennstoff ist ein dünnes ionisiertes Wasserstoff-Gas, ein „Plasma“. Aufgabe der Garchinger Experimentieranlage ASDEX Upgrade ist es, Kernfragen der Fusionsforschung unter kraftwerksähnlichen Bedingungen zu untersuchen. Sie bereitet damit den Betrieb des internationalen Testreaktors ITER vor und trägt zu den Planungen für ein Demonstrationskraftwerk bei.

Weil die für den Fusionsprozess nötigen Grundstoffe in großer Menge vorhanden sind und ein Fusionskraftwerk günstige Sicherheits- und Umwelteigenschaften verspricht, könnte die Fusion einen nachhaltigen Beitrag zur Energieversorgung der Zukunft leisten.

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