Königliche Auszeichnung für IPP-Direktor

Alex Bradshaw zum "Commander of the Most Excellent Order of the British Empire" ernannt

8. August 2007

In Anerkennung seiner Verdienste um die europäische Fusionsforschung wurde Prof. Dr. Alexander M. Bradshaw, der Wissenschaftliche Direktor des Max-Planck-Instituts für Plasmaphysik (IPP) in Garching und Greifswald, zum „Commander of the Most Excellent Order of the British Empire“ (CBE) ernannt. Der britische Ritterorden wurde 1917 von König George V. gestiftet.

Prof. Dr. Alex Bradshaw

Alex Bradshaw ist seit 1999 Wissenschaftlicher Direktor des Max-Planck-Instituts für Plasmaphysik. Forschungsziel des Instituts ist die Entwicklung eines Fusionskraftwerks, das – ähnlich wie die Sonne – aus der Verschmelzung von Atomkernen Energie gewinnen soll. Für die europaweite Koordination der Fusionsforschung engagiert sich Alex Bradshaw in zahlreichen nationalen und europäischen Gremien. Insbesondere hat er sich auch für die internationale ITER-Zusammenarbeit eingesetzt und wesentlich daran mitgewirkt, dem Fusionstestreaktor den Weg nach Europa zu bahnen. Das Großexperiment wird demnächst im französischen Cadarache aufgebaut.

Nach dem Chemiestudium in London habilitierte sich Alex Bradshaw (geboren 1944 im englischen Bushey) 1974 am Institut für Physikalische Chemie der Technischen Universität München und war anschließend am Fritz-Haber-Institut der Max-Planck-Gesellschaft in Berlin tätig, seit 1980 als Wissenschaftliches Mitglied und Direktor am Institut. Daneben war er Wissenschaftlicher Geschäftsführer der Berliner Elektronenspeicherring-Gesellschaft für Synchrotronstrahlung mbH (BESSY) und von 1998 bis 2000 Präsident der Deutschen Physikalischen Gesellschaft. Alex Bradshaw ist Honorarprofessor für Experimentalphysik an der Technischen Universität München sowie Mitglied der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften, der Deutschen Akademie für Naturforscher Leopoldina, der Academia Europea und des acatec (Konvent für Technikwissenschaften der Union der deutschen Akademien der Wissenschaften).

Isabella Milch

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