IPP-Direktor schrieb "Wissenschaftsbuch des Jahres"

Günther Hasinger als Autor ausgezeichnet / Wettbewerb von „bild der wissenschaft“

24. November 2008

Als „Wissenschaftsbuch des Jahres“ wurde in einem vom Magazin bild der wissenschaft ausgerichteten Wettbewerb „Das Schicksal des Universums“ von Professor Dr. Günther Hasinger ausgezeichnet, der seit November Wissenschaftlicher Direktor des Max-Planck-Instituts für Plasmaphysik (IPP) in Garching und Greifswald ist.

Insgesamt wurden sechs Bücher in sechs unterschiedlichen Kategorien prämiert. „Mit der jährlichen Preisvergabe wollen wir unseren Lesern, und damit einer breiten Öffentlichkeit, Orientierungshilfe bei der Suche nach lesenswerten Büchern im Themenfeld Wissenschaft geben,“ sagt Dr. Uta Altmann von bild der wissenschaft.

Günther Hasingers inzwischen in dritter Auflage erschienenes Buch „Das Schicksal des Universums“ führt den Leser ein in die Erforschung unserer kosmischen Heimat und nimmt ihn mit auf eine Zeitreise von der Entstehung des Universums bis hin zu seinem kalten, dunklen Ende in fernen Ewigkeiten. In der Kategorie ‚Überblick’ ist es in diesem Jahr, so die Jury, das Wissenschaftsbuch, „das den Hintergrund eines Themas am besten ausleuchtet“.

Die kosmologischen Fragen, die das Buch anschaulich werden lässt, waren bis vor kurzem Forschungsschwerpunkt des Autors, der sich insbesondere mit der Untersuchung des Himmels im Röntgenlicht beschäftigte. Für die lange Zeit rätselhafte kosmische Röntgenhintergrundstrahlung konnte er die Quelle identifizieren: massereiche Schwarze Löcher in den Zentren weit entfernter Galaxien. Als IPP-Direktor wird Günther Hasinger diese spannenden Themen nicht völlig aufgeben, sondern Synergien zwischen Astro- und Plasmaphysik nutzen. Zum Beispiel will er die für seine bisherige Arbeit so wichtige Röntgendiagnostik in Zusammenarbeit mit astrophysikalischen Gruppen in die im IPP betriebene Fusionsphysik einführen. Deren Ziel ist es, das Sonnenfeuer auf die Erde zu holen und die kosmische Energiequelle in einem Kraftwerk nachzuahmen. Entsprechend will Günther Hasinger die für die Beobachtung der Röntgenstrahlung im Weltraum entwickelten Messgeräte nun im Labor einsetzen: Sie sollen das vom Plasma in der Garchinger Fusionsanlage ASDEX Upgrade ausgesandte Röntgenlicht abbilden und so dazu beitragen, den Plasmazustand zu erkunden.

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