IPP-Wissenschaftlerin erhält Helmholtz-Doktorandenpreis 2020

Dr. Valeria Perseo für herausragende Leistung während der Promotion ausgezeichnet

17. Mai 2021

Für ihre Doktorarbeit zum Thema „Impurity flow measurements with Coherence-Imaging Spectroscopy at Wendelstein 7-X“ wurde Dr. Valeria Perseo vom Max-Planck-Institut für Plasmaphysik in Greifswald mit dem Helmholtz-Doktorandenpreis 2020 ausgezeichnet.

Geschwindigkeit der Teilchenströmungen am Rand des Plasmas von Wendelstein 7-X, gemessen mit der neuen Coherence-Imaging-Spektroskopie-Diagnostik. Zum Betrachter hin gerichtete Strömungen sind blau, vom Betrachter weglaufende Strömungen rot dargestellt.

Sie ist eine von insgesamt sechs Preisträgerinnen und Preisträgern aus den sechs Forschungsbereichen der Helmholtz-Gemeinschaft, die ihre Promotion mit hervorragendem Ergebnis abgeschlossen haben und sich durch wissen­schaft­liche Exzellenz und persönliches Engagement auszeichnen.

Valeria Perseo, geboren 1991 in Desio, Italien, beschäftigte sich in ihrer Doktorarbeit mit den Strömungen im Rand eines Fusions­plasmas: Dazu baute und testete sie zwei Messapparaturen nach dem Prinzip der Coherence-Imaging-Spektroskopie. Nachdem sie eine Lösung für bekannte Schwachstellen des anspruchsvollen Messverfahrens gefunden hatte, betrieb sie die Systeme an der Fusionsforschungsanlage Wendelstein 7-X in Greifswald. Mit ihrer Hilfe lassen sich Teilchenströmungen im äußeren Rand eines Fusionsplasmas detailgenau beobachten. Valeria Perseos Arbeit erlaubt es, die Strömungsmuster besser zu verstehen und eröffnet damit neue Möglichkeiten, das Auskoppeln von Teilchen und Wärme aus einem Fusionsplasma zu optimieren. Dies kann wesentlich dazu beitragen, die Standzeit der dem Plasma zugewandten Bauteile in einem künftigen Fusionskraftwerk zu erhöhen.

Mit dem 2013 erstmals verliehenen Doktorandenpreis würdigt die Helmholtz-Gemeinschaft, der das IPP wissen­schaft­lich assoziiert ist, herausragende Leistungen während der Promotionsphase. Die Auszeichnung soll dazu ermutigen, einen wissenschaftlichen Karriereweg einzuschlagen. Dazu steht neben dem mit 5000 Euro dotierten Doktorandenpreis die finanzielle Förderung eines sechsmonatigen Forschungsaufenthalts im Ausland zur Verfügung.

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