Wendelstein 7-X – Überwachungsaudit 2014 mit Erfolg bestanden

Montage und Betriebsvorbereitung mit zertifiziertem Qualitätsmanagement nach DIN-ISO-Norm / jährliches Audit

13. November 2014

Die Vorbereitungen für den Betrieb von Wendelstein 7-X laufen. Das Qualitätsmanagement für die Arbeiten hat gerade das Audit 2014 mit guten Noten bestanden. Alljährlich überprüft der TÜV die Einhaltung der Normvorgaben nach DIN ISO 9001.

Das Fusionsexperiment Wendelstein 7-X, dessen Betrieb zurzeit im Max-Planck-Institut für Plasmaphysik (IPP) in Greifswald vorbereitet wird, ist eine der ersten Forschungsanlagen in Deutschland, die nach Industrienorm aufgebaut wird. Das System des Qualitätsmanagements, das den Aufbau und die Betriebsvorbereitung von Wendelstein 7-X regelt, ist seit 2010 nach der DIN-ISO-Norm 9001 zertifiziert. In jährlichen Audits prüft der TÜV-Nord, ob die Normvorgaben eingehalten werden.

Auch das diesjährige Audit wurde jetzt erfolgreich bestanden: Im Abschlussgespräch bescheinigte der Gutachter der Unternehmung Wendelstein 7-X für die letzten Montageschritte und die jetzt laufende Betriebsvorbereitung ein funktionierendes Qualitätsmanagement, das zudem ständig – den aktuellen Erfordernissen entsprechend – weiterentwickelt worden sei.

„Qualitätsmanagement“, d.h. die formalisierte Organisation von Arbeitsprozessen, ist in der Industrie eine Selbstverständlichkeit, in einem Forschungsinstitut eher selten. Für den Aufbau der Fusionsanlage Wendelstein 7-X hatte man sich jedoch frühzeitig für ein straffes Qualitätsmanagement entschieden und eine industrieähnliche Verfahrensweise entwickelt. Sie sorgt dafür, dass alle Arbeitsprozesse entsprechend vorformulierter Schemata auf einheitliche, korrekte und für alle nachvollziehbare Weise ablaufen. Das System ist seit 1999 in Kraft und wurde seither den sich wandelnden DIN-ISO-Normen stetig angepasst.

Mit der 2014 begonnenen Vorbereitung der Anlage für den wissenschaftlichen Betrieb wurden auch diese Vorbereitungsarbeiten in das System des Qualitätsmanagements aufgenommen: Schrittweise werden zurzeit alle technischen Systeme getestet – das Vakuum, die Kühlung, die supraleitenden Spulen und das von ihnen erzeugte Magnetfeld. Das jetzt abgeschlossene Audit bestätigt, dass das qualitätssichernde Regelwerk nicht nur die Standards der aktuellen DIN-ISO-Norm 9001 erfüllt, sondern im IPP auch gelebt und von allen Beteiligten für die eigene Arbeit verwendet wird.

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