Bundesforschungsministerin Karliczek und Ministerin Hesse besuchen IPP Greifswald

Informationsaustausch zur Fusionsforschung / Besichtigung der Forschungsanlage Wendelstein 7-X

26. Februar 2019

Die Bundesministerin für Bildung und Forschung, Anja Karliczek, machte heute im Rahmen ihrer Länderreise durch Deutschland Station in Greifswald. Zusammen mit Birgit Hesse, Ministerin für Bildung, Wissenschaft und Kultur des Landes Mecklenburg-Vorpommern, besuchte sie das Max-Planck-Institut für Plasmaphysik.

Besichtigung der Fusionsanlage Wendelstein 7-X: Birgit Hesse, Ministerin für Bildung und Wissenschaft des Landes Mecklenburg-Vorpommern, Bundesforschungsministerin Anja Karliczek und Prof. Sibylle Günter, die Wissenschaftliche Direktorin des IPP (von rechts).


Auf ihrer Reise in die Länder trifft Ministerin Karliczek ihre Amtskolleginnen und -kollegen vor Ort und nutzt zugleich die Gelegenheit, herausragende wissenschaftliche Einrichtungen und Forschungsinstitute gemeinsam mit ihren Amtskollegen zu besuchen. Im IPP informierten sich beide Ministerinnen über den Stand der Fusionsforschung und insbesondere über die Arbeiten an der IPP-Anlage Wendelstein 7-X. „Mit Wendelstein 7-X liegen wir in Deutschland international weit vorn bei der Fusionsforschung“, betonte Bundesforschungsministerin Anja Karliczek: „Das ist wichtig, denn Fusionsenergie kann als Energiequelle zukünftig eine bedeutende Rolle für unsere Energieversorgung spielen. Die Forscherinnen und Forscher an Wendelstein 7-X helfen mit, in Zukunft eine klimafreundliche Energieversorgung zu ermöglichen. Die bereits erzielten Erfolge zeigen: Wir sind auf dem richtigen Weg. Ich wünsche dem Team viel Erfolg bei den weiteren Arbeiten“.

„Wendelstein 7-X ist eines der besten Beispiele für Spitzenforschung in Mecklenburg-Vorpommern und das weltweit führende Experiment in diesem Bereich“, sagte Wissenschaftsministerin Birgit Hesse. „Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler forschen hier an einem Zukunftsthema. Unerschöpfliche Energie zu erzielen ist ein Menschheitstraum. Wie wir möglichst viel Energie erzeugen können und die Ressourcen unseres Planeten dabei möglichst schonen, ist eine der wichtigsten Fragen, die die Forschung beschäftigt. Die Gewinnung von Energie erlangt insbesondere im digitalen Zeitalter noch einmal mehr an Bedeutung. Digitalisierung ist ohne Energie nicht möglich. Kein Smartphone und kein Tablet läuft, wenn der Akku leer ist“, so Birgit Hesse.

Ein Fusionskraftwerk soll, ähnlich wie die Sonne, aus der Verschmelzung von Atomkernen Energie gewinnen. Brennstoff ist ein dünnes ionisiertes Wasserstoff-Gas, ein Plasma. Weil die für den Fusionsprozess nötigen Grundstoffe in großer Menge vorhanden sind und das Kraftwerk günstige Sicherheits- und Umwelteigenschaften verspricht, könnte die Fusion einen nachhaltigen Beitrag zur Energieversorgung der Zukunft leisten. Wendelstein 7-X, die weltweit größte Fusionsanlage vom Typ Stellarator, hat die Aufgabe, die Kraftwerkseignung dieses Bautyps zu untersuchen.

Zur Redakteursansicht