Neuer Film zur Fusionsforschung

Stand und Perspektiven der Fusionsforschung / Blick in das Jahr 2100

10. Juli 2008

Wie soll ein Fusionskraftwerk funktionieren? Wo steht die Forschung heute? In neun Minuten erklärt dies der neue Film „Energie der Zukunft. Fusion 2100“ auf ebenso unterhaltsame wie informative Weise: Eine Schulklasse im Jahr 2100 vollzieht rückblickend nach, wie die Entwicklung der Energiequelle Fusion verlaufen ist. Der Film wurde vom Max-Planck-Institut für Plasmaphysik (IPP) im Auftrag der europäischen Fusionsagentur EFDA (European Fusion Development Agreement) und mit finanzieller Unterstützung der Europäischen Union herausgegeben (Buch und Regie: Herbert Hackl; Produktion: Naumann Film, München).

Szenenfoto: Unterricht im Jahr 2100

Das futuristische Unterrichtsgespräch wird durch dokumentarische Aufnahmen und Animationen unterstützt und gibt dem Zuschauer einen kurzweiligen Überblick über Grundlagen, Entwicklung und Stand der Fusionsforschung: Ähnlich wie die Sonne soll ein Fusionskraftwerk aus der Verschmelzung von Atomkernen Energie gewinnen. Um das Fusionsfeuer zu zünden, muss es gelingen, den Brennstoff – ein Wasserstoffplasma – in Magnetfeldern einzuschließen und auf Temperaturen über 100 Millionen Grad aufzuheizen. Nächster Schritt der weltweiten Fusionsforschung auf dem Weg zu dieser nahezu unerschöpflichen Energiequelle ist der internationale Testreaktor ITER, dessen Bau in Cadarache/Südfrankreich im kommenden Jahr beginnen wird.

Der Film ist in deutscher, englischer, französischer, italienischer und spanischer Sprache erschienen und kann im Internet angeschaut und kostenfrei herunter geladen werden.

Isabella Milch

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