Internationale Max-Planck-Research School in Greifswald

IPP und Universität Greifswald beginnen eine Initiative zur Nachwuchsförderung

29. Juni 2000

Zusammen mit der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald wird das Max-Planck-Institut für Plasmaphysik (IPP) über sein Teilinstitut in Greifswald ein internationales Forschungs- und Lehrzentrum für Plasmatechnologie und Fusionsforschung aufbauen. Damit ist das IPP eines von 15 Max-Planck-Instituten, die von einer Expertenkommission ausgewählt wurden, um in diesem Jahr mit dem Aufbau von insgesamt neun Internationalen Forschungsschulen zu beginnen.

Mit diesen Zentren wissenschaftlicher Exzellenz wollen Max-Planck-Gesellschaft und Universitäten auf ausgewählten innovativen und interdisziplinären Forschungsgebieten ihre Bemühungen um die Heranbildung der dringend erforderlichen wissenschaftlichen Nachwuchskräfte verstärken.

Der interdisziplinäre Forschungsansatz der in Greifswald geplanten International Research School "Bounded Plasmas" umfaßt sowohl die Plasmaphysik und Fusionsforschung als auch die Grenzflächenforschung und Computer-Physik. Ab dem kommenden Wintersemester richtet das IPP die Schule mit einem Finanzaufwand von 220.000,- Mark pro Jahr ein und stattet sie mit zusätzlichen Doktorandenstellen aus. Zudem beteiligt es sich an dem für die Research School neu eingerichteten Studiengang "Plasma Technology and Fusion Research" der Universität Greifswald, die ebenfalls Mittel für Doktoranden einbringt. Der Universität stellt das Land Mecklenburg-Vorpommern zudem vier zusätzliche Doktorandenstellen zur Verfügung. Mit einbezogen in die Research School ist auch das Greifswalder Institut für Niedertemperatur-Plasmaphysik (INP).

Die Initiative soll besonders qualifizierten deutschen und ausländischen Studenten die Möglichkeit geben, sich an ausgesuchten Standorten mit exzellenten Forschungs- und Lernbedingungen auf die Promotionsprüfung vorzubereiten. Durch die Kooperation von Max-Planck-Instituten und benachbarten Universitäten erschließen sich die Doktoranden die Ausbildungs- und Forschungsmöglichkeiten beider Partner. Insbesondere sollen sich so auch ausländische Bewerber mit den hiesigen Forschungseinrichtungen vertraut machen können. Die Doktorandenförderplätze werden daher international ausgeschrieben: Die Hälfte soll an ausländische Bewerberinnen und Bewerber gehen.

Zunächst neun - von später mindestens 30 - Max Planck Research Schools werden auf sechs Jahre befristet eingerichtet. Eine externe Evaluation nach vier Jahren soll entscheiden, ob die jeweilige Research School für weitere sechs Jahre bestehen bleibt.

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