IPP-Auszubildende preisgekrönt

Azubi-Preis der Max-Planck-Gesellschaft für Energie-Elektronikerin Annett Krusch

23. August 2007

Der Energie-Elektronikerin Annett Krusch vom Max-Planck-Institut für Plasmaphysik (IPP) in Garching wurde in diesem Jahr der Azubi-Preis der Max-Planck-Gesellschaft zugesprochen. Die zweitgrößte Forschungsorganisation in Deutschland hat zu Beginn des Ausbildungsjahres 2006/2007 in ihren 75 Instituten und drei Forschungseinrichtungen 592 Schulabgänger zur Ausbildung unter Vertrag genommen. Rund 50 junge Frauen und Männer werden derzeit an den beiden IPP-Standorten in Garching und Greifswald ausgebildet.

Annett Krusch

Seit der Gründung des Max-Planck-Instituts für Plasmaphysik im Jahr 1960 bildet das Fusionsforschungslabor Facharbeiter und Bürokauffrauen und -männer mit großer Sorgfalt aus. Eine lohneswerte Mühe, wie die große Zahl der IPP-Absolventen mit überdurchschnittlichen Prüfungs-Leistungen zeigt. Für den Azubi-Preis waren jedoch nicht nur herausragende Noten Ausschlag gebend, sondern auch die persönliche Entwicklung der Kandidaten und Kandidatinnen während der Ausbildungszeit.

Annett Krusch, die ihre Ausbildung als „Energie-Elektronikerin für Betriebstechnik“ in Garching ein halbes Jahr schneller als üblich beendete, war „total überrascht“, als sie den Brief des Präsidenten der Max-Planck-Gesellschaft in ihrem Postfach fand. Die gebürtige Dessauerin, die den Sprung von Sachsen-Anhalt nach Bayern wagte, schrieb gezielt Forschungsinstitute an und bewarb sich um einen Ausbildungsplatz. „Ich wollte nicht einfach irgendwo meine Ausbildung machen“, erklärt die 24-jährige. Das anfängliche Heimweh ist längst überwunden, der Sportunterricht in der Berufsschule als einziges Mädchen mit sechzig Jungs war eine Herausforderung und auch die Ausbildung im IPP – wiederum als einzige junge Frau – war nicht immer einfach. Annett Krusch erfüllt mit ihrer Zielstrebigkeit, ihren Leistungen und ihrem Biss alle Voraussetzungen für den in diesem Jahr erstmals vergebenen Azubi-Preis der Max-Planck-Gesellschaft.

Petra Nieckchen

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