IPP-Teilinstitut Greifswald als weltweites Projekt der EXPO 2000

Großer Publikumserfolg / Vision Fusion / Besucherprogramm läuft weiter

26. Oktober 2000

Wenn Ende Oktober die erste Weltausstellung in Deutschland zu Ende geht, ziehen auch zahlreiche "weltweite Projekte" Bilanz, mit denen sich die EXPO 2000 über das Ausstellungsgelände in Hannover hinaus "vor Ort" präsentiert. Sehr zufrieden mit der Publikumsresonanz sind die Organisatoren des Projekts "Vision Fusion", eines der zehn weltweiten Projekte in Mecklenburg-Vorpommern.

Mehr als 8000 Personen haben während der EXPO 2000 das Greifswalder Teilinstitut des Max-Planck-Instituts für Plasmaphysik (IPP) besucht: Hier entsteht die Forschungsanlage Wendelstein 7-X, mit der die Energieerzeugung durch Kernfusion untersucht werden soll. Ziel ist die Entwicklung eines Kraftwerks, das - nach dem Vorbild der Sonne - Energie aus der Verschmelzung von Atomkernen gewinnt.

Unter dem Motto "Ein Forschungsinstitut entsteht - schauen Sie zu" wurden Führungen durch Technikhallen und Werkstätten angeboten sowie eine Ausstellung mit Exponaten, Schautafeln und Experimenten, an der auch das Institut für Physik der Universität Greifswald beteiligt ist. Ein Wendelstein-Modell in Originalgröße - volle 15 Meter Durchmesser - wurde mit Unterstützung der Auszubildenden des BiG-Bildungszentrums in Greifswald in der Experimentierhalle aufgebaut.

Bis zu zehn Besuchergruppen pro Tag nutzten dieses Angebot. Zu Gästen aus der Region kamen in den Sommermonaten Urlauber aus ganz Deutschland, aber auch Besucher aus Armenien, Finnland, Italien, Kanada, den Niederlanden, Norwegen, Polen, Rußland, Schweden, der Ukraine und den USA: "Das große Interesse hat uns sehr gefreut", sagt Beate Kemnitz vom IPP-Besucherdienst. "So häufig können wir Führungen durch unser Institut allerdings nur für die Dauer der Weltausstellung anbieten. Ab November werden Ausstellung und Führungsprogramm daher reduziert und in ein ständiges Programm zur Besucherbetreuung übergehen".

Besucher sind also auch weiterhin herzlich willkommen nach vorheriger Terminabsprache bei:

Max-Planck-Institut für Plasmaphysik
Teilinstitut Greifswald
Besucherdienst
Wendelsteinstraße 1
17491 Greifswald
Tel. 03834-88 1203
Fax 03834-88 1209
E-Mail

Partner des IPP in der Arbeitsgruppe "Vision Fusion" war der ITER-Förderverband Region Greifswald, der im Informationszentrum der Energiewerke Nord in Lubmin Präsentationen anbietet: zur bisherigen Nutzung des Standorts, zum gegenwärtigen Rückbau und zur künftigen Nutzung des Geländes. Gemeinsam veranstaltete die Arbeitsgruppe im IPP-Teilinstitut Greifswald im Juli die wissenschaftshistorische Konferenz "Das Feuer des Prometheus - Energie gestern, heute und morgen": Die Bedeutung der Energiefrage wurde durch eine Darstellung der Energieversorgung von der Antike bis in die Gegenwart und Zukunft in weitem Bogen umrissen.

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