Mit Erfindungsgeist zum Extra-Weihnachtsgeld

Einfallsreiche Auszubildende im IPP Greifswald

20. Dezember 2005

Für drei Auszubildende des Max-Planck-Instituts für Plasmaphysik (IPP), Teilinstitut Greifswald, fällt das Weihnachtsfest dieses Jahr besonders üppig aus. Gunnar Dahms, David Seltrecht und Nico Langhoff erleichterten sich mit einer „Spulenwickelmaschine“ die Arbeit und reichten die kreative Konstruktion als Verbesserungsvorschlag ein. Ihre Erfindung wurde IPP-intern mit 1.800 Euro prämiert.

Für das im Institut entstehende Fusionsexperiment Wendelstein 7-X konnten mehr als 1.000 Mess-Spulen, so genannte Rogowski-Spulen, nicht mehr von Hand gewickelt werden. Die pfiffigen Auszubildenden bauten deshalb aus vorhandenem Material eine automatische Wickelmaschine mit Elektromotor, bei der ein umgebauter Bürostuhl die Drahtspulentrommel hält. Siegfried Hartig, Ausbildungsleiter für Industriegerätetechnik, der die Erfinder tatkräftig unterstützte, sieht sich in der intensiven Betreuung, die das IPP als Ausbildungsbetrieb liefert, bestätigt: „Bei sechs Auszubildenden und einer eigenen Ausbildungswerkstatt kann ich mich um jeden einzelnen sehr gut kümmern.“

Seit 1999 werden junge Frauen und Männer im Institut zu Industriegerätetechnikern, Industrieelektronikern, Fachinformatikern und Holzmechanikern ausgebildet – gegenwärtig insgesamt 20 Personen. Die Industrie- und Handelskammer zu Neubrandenburg (IHK) würdigte die hohe Qualität der Ausbildung im IPP gleich zweimal: Das Forschungsinstitut wurde 2004 als „verdienstvoller Ausbildungsbetrieb“ ausgezeichnet, Christian Riske und Bernd Müller vom IPP erhielten 2005 die Ehrenurkunde als jahrgangsbeste Auszubildende.

Petra Nieckchen

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