Bundestagsabgeordnete auf Informationsbesuch im IPP

Axel Fischer und Johann-Henrich Krummacher informieren sich über Fusionsforschung

6. Dezember 2006

Die beiden Mitglieder des Deutschen Bundestages Axel E. Fischer und Johann-Henrich Krummacher (beide CDU) besuchten am 6. Dezember 2006 das Max-Planck-Institut für Plasmaphysik (IPP) in Garching bei München.

Besuch im IPP: Jo Krummacher, MdB; Axel Fischer, MdB, und Prof. Alexander Bradshaw, Wissenschaftlicher Direktor des IPP (von rechts nach links)

Im Gespräch mit dem Wissenschaftlichen Direktor des IPP, Professor Dr. Alexander Bradshaw, informierten sich die Abgeordneten über den Stand der Fusionsforschung und diskutierten mit Wissenschaftlern des Instituts über das Energieproblem und die Strategie der Fusionsforschung. Dabei betonte der Abgeordnete Jo Krummacher: „Energiepolitik hat weitreichende Auswirkungen, von der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit unseres Landes bis hin zu unserer Umwelt und zum globalen Klima. Damit ist dies eines der grundsätzlichsten Themen überhaupt." Die Politik habe geradezu die Pflicht, sich über alle Alternativen und die jeweils damit verbundenen Chancen und Risiken ein Bild zu machen - je konkreter, desto besser. Der Abgeordnete Axel E. Fischer zeigte sich beeindruckt von der Motivation, dem Einsatz und der Schaffenskraft der IPP-Mitarbeiter: „Die Forschungsergebnisse der letzten Jahre belegen die hervorragende Arbeit am Max-Planck-Institut. Hier findet Spitzenforschung auf Weltniveau statt. Das ist gut so und soll auch zukünftig so bleiben."

Im Anschluss an das Informationsgespräch besichtigten die Abgeordneten die Experimentieranlagen des Instituts. Das IPP ist eines der großen Zentren für Fusionsforschung in Europa. Ziel ist es, die Energieproduktion der Sonne auf der Erde nachzuvollziehen und ein Kraftwerk zu entwickeln, das aus der Verschmelzung von Atomkernen Energie gewinnt. Zum Zünden des Fusionsfeuers muss es gelingen, den Brennstoff - ein ionisiertes Wasserstoffgas, ein „Plasma" - in Magnetfeldern einzuschließen und auf Temperaturen über 100 Millionen Grad aufzuheizen. Der internationale Testreaktor ITER, dessen Bau in nahezu weltweiter Zusammenarbeit kürzlich beschlossen wurde, soll zeigen, dass ein solches Energie lieferndes Fusionsfeuer möglich ist.

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