Temperaturen von 100 Millionen Grad - Fusionsforschung im IPP

Tag der offenen Tür im Max-Planck-Institut für Plasmaphysik in Greifswald

28. April 2009

Wie die Forschungsanlage Wendelstein 7-X zusammengebaut wird, kann man sich am Samstag, dem 9. Mai 2009, im Max-Planck-Institut für Plasmaphysik (IPP) in Greifswald anschauen, das von 10 bis 17 Uhr einen Tag der offenen Tür veranstaltet.

Im IPP ist man auf der Suche nach einer neuen, umweltverträglichen Energiequelle. Ziel ist es, die Grundlagen für ein Fusionskraftwerk zu erforschen, das – ähnlich wie die Sonne – Energie aus der Verschmelzung von Atomkernen erzeugt. Dazu muss es gelingen, den Brennstoff – ein „Plasma" – in Magnetfeldern einzuschließen und auf Temperaturen über 100 Millionen Grad aufzuheizen. Wendelstein 7-X, der gerade im IPP entsteht, ist die weltweit größte und modernste Anlage ihrer Bauart. Am Tag der offenen Tür werden die Montagehallen zugänglich sein, in denen die verschiedenen Aufbauschritte von der Vorbereitung von Einzelteilen bis hin zum Zusammenbau großer Module zu verfolgen sind. Auch die Lehrwerkstätten und Werkstätten des IPP sind geöffnet.

Zu einer virtuellen Reise durch das Innere von Wendelstein 7-X lädt eine faszinierende dreidimensionale Projektion ein; weitere Filme und Vorträge informieren über die Schwerpunkte der Forschung:

10:30 Uhr:
„Kernfusion - Forschung für die Energie der Zukunft"
(Prof. Robert Wolf)

11:30 Uhr:
„Die Montage von Wendelstein 7-X - ein Experiment entsteht"
(Dr. Lutz Wegener)

12:30 Uhr:
„Wie heizt man ein Plasma auf 100 Millionen Grad?"
(Dr. Georg Michel)

13:30 Uhr:
„Wie misst man 100 Millionen Grad?"
(Prof. Hans-Jürgen Hartfuß)

14:30 Uhr:
„Heißes Plasma in Weltraum und Labor"
(Prof. Günther Hasinger)

15:30 Uhr: „Möglichkeiten einer zukünftigen Energieversorgung"
(Prof. Friedrich Wagner)

Auf die Kinder (8 bis 14 Jahre) wartet ein eigenes Programm zum Anfassen und Mitmachen. In der Cafeteria werden Speisen und Getränke angeboten.

Hier finden Sie Informationen für die Anreise mit dem Bus; Parkplätze in der Nähe des Institutsgeländes sind vorhanden.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

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