Betriebsbeginn

Mit der Erzeugung des ersten Helium-Plasmas ging Wendelstein 7-X Ende 2015 in Betrieb.


10. Dezember 2015: Das erste Plasma in Wendelstein 7-X. Es bestand aus Helium, dauerte eine Zehntel Sekunde und erreichte eine Temperatur von rund einer Million Grad Celsius. (Eingefärbtes Schwarz-Weiß-Foto)

Am 10. Dezember 2015 war es soweit: Die Betriebsmannschaft fuhr das Magnetfeld hoch und startete die computergesteuerte Experiment-Regelung. Sie speiste rund ein Milligramm Heliumgas in das ausgepumpte Plasmagefäß ein, schaltete die Mikrowellenheizung für einen kurzen 1,3-Megawatt-Puls an – und im Visier der eingebauten Kameras und Messgeräte zeigte sich das erste Plasma.

Die Helium-Entladungen wurden vor allem zum Reinigen des Plasmagefäßes genutzt. Je sauberer die Gefäßwand, desto höher stieg die Plasmatemperatur. Zugleich wurden Plasmaheizung und Datenaufnahme getestet sowie die ersten Messapparaturen zur Untersuchung des Plasmas in Betrieb genommen, komplexe Instrumente wie Röntgenspektrometer, Interferometer, Laserstreuungs- und Videodiagnostik. Mehr >>

Danach war alles bereit für den nächsten Schritt, den Wechsel von Plasmen aus Helium zu Wasserstoff, dem eigentlichen Untersuchungsobjekt.

3. Februar 2016: Das erste Wasserstoff-Plasma in Wendelstein 7-X. Es  dauerte eine Viertel Sekunde und erreichte – bei moderater Plasmadichte – eine Temperatur von rund 80 Millionen Grad Celsius.



Das erste Wasserstoff-Plasma – eingeschaltet am 3. Februar 2016 im Rahmen eines Festakts mit zahlreichen Gästen aus Wissenschaft und Politik – markiert den Beginn des wissenschaftlichen Experimentierbetriebs an Wendelstein 7-X. Es dauerte eine Viertel Sekunde und erreichte – bei moderater Plasmadichte – eine Temperatur von rund 80 Millionen Grad Celsius. Mehr >>

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