Startschuss für "Die Hippos"

IPP-Kinderkrippe eingerichtet / Unterstützung beim Wiedereinstieg in den Beruf

10. Mai 2006

Vor genau vier Wochen konnte die neu gegründete Kinderkrippe „Die Hippos“ des Max-Planck-Instituts für Plasmaphysik (IPP) in Garching die ersten Säuglinge und Kleinkinder begrüßen.

Die Betreuerinnen (v.l.n.r.): Katrin Wilhelm, Anja Karst, Katerina Kulhava und Christina Strulik, (nicht im Bild Gerlinde Pircher) mit den ersten Kindern von „Die Hippos“.

Es scheint zunächst ungewöhnlich für ein Forschungsinstitut zu sein, Kinderbetreuung auf dem eigenen Gelände anzubieten. Für Wolfgang Weidinger, der als Abteilungsleiter „Soziales und Interner Dienst“ den Aufbau der Krippe leitete, sind die wirtschaftlichen Vorteile für den Arbeitgeber jedoch eindeutig. „Mit der Kinderkrippe bieten wir demjenigen Elternteil, der sich ansonsten um die weitere Erziehung des Kindes kümmern müsste, eine frühzeitige Rückkehrmöglichkeit in den Beruf. Das bedeutet Erhaltung des fachlichen Anschlusses im Beruf sowie des Familieneinkommens. Das IPP kann dadurch sein qualifiziertes Personal halten und neue Kräfte dazu gewinnen“, so das Plädoyer des zweifachen Familienvaters.

Jeweils zwölf Krippenplätze stehen Kindern von Institutsangehörigen des IPP und des European Southern Observatory (ESO) zur Verfügung, das die IPP-Initiative von Anfang an mitgetragen hat. Neben IPP und ESO tragen die Kosten der Krippenplätze weitere Parteien: Die Eltern werden mit einem einkommensabhängigen Beitrag beteiligt, die Stadt Garching und der Freistaat Bayern finanzieren einen Teil des Projektes und der Betriebskosten. Als Träger konnte der Verein „Kind und Beruf e.V.“ gewonnen werden, der das pädagogische Konzept des offenen Kinderhauses verfolgt. Wolfgang Weidinger erläutert: „Den Eltern fällt die Rückkehr in den Beruf leichter, wenn ihre geliebten Kids nicht nur beaufsichtigt und versorgt, sondern von pädagogisch geschulten Betreuerinnen schon früh in ihrer Entwicklung gefördert werden.“

In der Pilotphase sind in dem umgebauten Gästehaus des Institutes noch Krippenplätze frei, doch das wird sich schnell ändern, wie Wolfgang Weidinger befriedigt feststellt: „Zum Jahresende werden wir bereits voll besetzt sein“. Die offizielle Einweihung wird im Sommer gefeiert, wenn Kinder und Erzieherinnen ausreichend Gelegenheit hatten, sich an die neue Umgebung und das Miteinander zu gewöhnen.

Petra Nieckchen

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