Divertor-Studien

Mit ASDEX Upgrade wird erprobt, wie Teilchen und Wärme aus dem Plasma durch die Plasma-Randschicht in den Divertor abzuführen sind, ohne die Divertor-Platten zu stark zu belasten.


Mit seiner hohen Heizleistung kann an ASDEX Upgrade bei diesen Untersuchungen mit ebenso großen Leistungsflüssen experimentiert werden, wie sie in einem Kraftwerk vorliegen werden. Ziele sind:

Das Plasmagefäß von ASDEX Upgrade nach dem Umbau: Die Platten des äußeren Divertorringes sind nun aus massivem Wolfram. In der Lücke des Mittelringes liegt der Manipulator zum Austauschen der Kacheln.
  • die Optimierung des Divertor-Konzepts: Mit umfangreicher Diagnostik können Strömungen von Plasma-Ionen und Verunreinigungen, Leistungsflüsse und vieles andere mehr gemessen und mit numerischen Modellen verglichen werden.



  • Senkung der Wandbelastung: Durch gezielte Zugabe von Verunreinigungen kann ein Großteil der Plasmaleistung bereits am Plasmarand abgestrahlt werden, bevor das Plasma die Wand berührt.

    Beispiel: Heißes Plasmazentrum, kalter Rand. Rekord für Leistungsabfuhr in Fusionsanlage ASDEX Upgrade.

  • Belastungstests: 2013 wurde der Divertor von ASDEX Upgrade umgebaut. Die Kohlenstoffkacheln, die bislang nur eine dünne Wolframbeschichtung trugen, durch massive Wolframplatten ersetzt. Mit den robusten Wolframkacheln ist es nun möglich, Überlastfälle zu untersuchen. Sie können auftreten, wenn das ITER-Plasma bei Instabilitäten schlagartig Wärme und Teilchen auf die Bodenplatten wirft.

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