Organisation

Fusionsforscher aus ganz Europa können ASDEX Upgrade für ihre Experimente nutzen.



Stufenleiter zu ITER: Mit ASDEX Upgrade und JET werden im europäischen Fusionsprogramm zwei unterschiedlich große Fusionsanlagen betrieben, die ITER geometrisch sehr ähnlich sind – so lassen sich Größenskalierungen aufstellen.

Rund 1300 Plasmaentladungen liefen in der Experimentierkampagne 2019 in ASDEX Upgrade. Etwa die Hälfte dieser Experimentierzeit nutzte das IPP für eigene Forschungsziele. In fünf Projektgruppen geht es hierbei um die Vorbereitung des ITER-Betriebs und die physikalischen Grundlagen für ein Demonstrationskraftwerk, darunter:

  • Verbesserung der H-Mode
  • Plasmarandschicht und Divertor
  • Turbulenz
  • MHD-Instabilitäten und ihre Kontrolle
  • Transport

Die andere Hälfte der Plasmaentladungen stand direkt dem Europäischen Fusionsprogramm zur Verfügung, einem Konsortium nationaler Fusionslaboratorien, sowie weiteren Gastforschern. Die gemeinsame Forschungsplanung des Konsortiums erwartet von den Arbeiten an ASDEX Upgrade wesentliche Beiträge auf dem Weg zum Fusionskraftwerk: Die Anlage ist ein flexibles, mittelgroßes Pendant zur Großanlage JET und kann – im Unterschied zu allen übrigen Tokamaks in Europa – eine komplett metallbedeckte Gefäßwand bieten.

Im Rahmen der gemeinsamen Forschungsplanung steht ASDEX Upgrade im Mittelpunkt des Arbeitspaketes „Medium-Size Tokamaks“ (MST). In den jährlichen Programmplanungen gehen hierzu zahlreiche Experimentiervorschläge aus dem IPP und ganz Europa in das Arbeitsprogramm von ASDEX Upgrade ein. Über 200 Gastforscher pro Jahr arbeiten zeitweise an der Anlage.

An den Forschungen mit ASDEX Upgrade sind folgende Bereiche des IPP beteiligt:

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