News

ASDEX Upgrade Letter

Informationen über aktuelle Entwicklungen und Forschungser­gebnisse an ASDEX Upgrade (in englischer Sprache)

[Archiv und Download]

Aktuelle Forschung

Mit ASDEX Upgrade arbeitet man an Grundlagen für die Planung und den Betrieb des Testreaktors ITER und bereitet ein darauf folgendes Demonstrationskraftwerk vor.


Ziel der Experimenten an ASDEX Upgrade ist es, das Verhalten eines magnetisch eingeschlossenen Tokamak-Plasmas genau verstehen und rechnerisch beschreiben zu können. Dies betrifft insbesondere die Bewegungen der Teilchen im magnetischen Käfig, die Stabilität des Plasmas sowie das Abführen von Plasma- und Verunreinigungsteilchen in den Divertor.

Dabei will man einerseits bekannte Betriebsweisen, wie sie für ITER vorgesehen sind, grundsätzlicher erkunden und verbessern. Andererseits sollen neue, leistungsfähigere Betriebsszenarien für ITER, DEMO und ein künftiges Fusionskraftwerk entwickelt werden: Plasmen mit höherem Energieinhalt, verbesserter Stabilität und längerer Pulsdauer.

Folgende Themen werden u.a. an ASDEX Upgrade behandelt:

  • Teilchen- und Energietransport im Plasma, Plasmaturbulenz [mehr]
  • Divertor-Studien: schonende Auskopplung der Plasmaleistung [mehr]
  • Untersuchung von Plasmainstabilitäten [mehr]
  • Entwicklung optimierter Plasmazustände, die hohe Plasmadichte und hohen Plasmadruck mit schwachen Randinstabilitäten vereinen
  • Test theoretischer Modelle zu Divertorphysik, Turbulenz und Plasmatransport
  • Studien zum Wandmaterial

Die kraftwerksähnliche Geometrie, die Wolfram-bedeckte Gefäßwand und die leistungsfähige, flexible Plasmaheizung machen die Anlage ASDEX Upgrade für diese Experimente besonders geeignet. Mit einer Gütezahl P/R von 15 Megawatt pro Quadratmeter – die auf den Plasmaradius R bezogene Heizleistung P – kommt ASDEX Upgrade dichter als alle anderen Fusionsanlagen weltweit an ITER heran.

Über 200 Wissenschaftler, Ingenieure und Techniker betreiben die Fusionsanlage. Bild vergrößern
Über 200 Wissenschaftler, Ingenieure und Techniker betreiben die Fusionsanlage.
 
Zur Redakteursansicht
loading content