Das Max-Planck-Institut für Plasmaphysik

Das Max-Planck-Institut für Plasmaphysik

Das IPP erforscht die physikalischen Grundlagen für ein Fusions­kraft­werk, das – ähnlich wie die Sonne – Energie aus der Verschmelzung von leichten Atomkernen gewinnen soll.


Mit rund 1100 Mitarbeitern ist das IPP in Garching und Greifswald eines der größten Zentren für Fusionsforschung in Europa: In Garching betreibt das IPP das Experiment ASDEX Upgrade, eine Großanlage vom Typ Tokamak. Im IPP-Teilinstitut Greifswald forscht man an dem großen Stellarator Wendelstein 7-X.

In den beiden Institutsteilen untersuchen insgesamt zehn wissenschaftliche Bereiche den Einschluss von heißen Wasserstoff-Plasmen in Magnetfeldern, entwickeln Anlagen zur Plasmaheizung sowie Messverfahren zur Analyse der Plasmaeigenschaften, beschäftigen sich mit Magnetfeldtechnik, Datenerfassung und -verarbeitung, Plasmasteuerung und -regelung, Plasmatheorie, Materialforschung und Plasma-Wand-Wechselwirkung.

Das IPP ist ein Institut der Max-Planck-Gesellschaft. Eine dauerhafte wissenschaftliche Partnerschaft verbindet das IPP mit der Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren, insbesondere in einem gemeinsamen Programm zur Fusionsforschung. Das IPP ist Teil des Europäischen Fusionsprogramms im Rahmen des „European Consortium for the Development of Fusion Energy“ (EUROfusion). Das Konsortium wird vom IPP in Garching koordiniert und umfasst 30 Fusionszentren aus 26 Ländern der Europäischen Union sowie der Schweiz und der Ukraine. In Garching ist das IPP zudem Gastgeber der Programme Management Unit von EUROfusion.

Die Zuwendungen des IPP beliefen sich 2020 auf insgesamt rund 135 Millionen Euro (Soll-Wert). Finanzierungsträger sind der Bund (74 Prozent), die Länder Bayern und Mecklenburg-Vorpommern (jeweils 4 Prozent) sowie – über EUROfusion – die Europäische Union (17 Prozent). Hinzu kommen Drittmittel (1 Prozent).

 

Zur Redakteursansicht